Dienstag, 01. Mai 2018 14:33

DKB-Gala 2018 in Berlin

geschrieben von  Uwe Veltrup

Auch die neunte DKB-Gala war ein „Volltreffer“

„Alle Neune“ hieß es am 9. März: Zum neunten Mal ehrte der Deutsche Kegler- und Bowlingbund (DKB) die Sportlerinnen, Sportler und Trainer(innen) des Jahres im Rahmen einer Gala. Nachdem DKB-Präsident Uwe Oldenburg die Vertreterinnen und Vertreter aller vier Disziplinen begrüßte, insbesondere die zwölf zu ehrenden Sportpersönlichkeiten, die anschließend in einem von Kai Christensen zusammengestellten „Einspieler“ vorgestellt wurden.

Nach dem Hauptgang des Gala-Menüs im Airporthotel Fontane vor den Toren Berlins begann der erste Hauptteil der DKB-Gala. DKB-Marketingreferent Uwe Veltrup übernahm das Mikro und die Regie und moderierte auch die neunte Gala gewohnt locker und perfekt vorbereitet mit gut recherchierten Infos, persönlichen Laudationes und überraschenden Interviewfragen, die die zwölf „Siegertypen“ zum Nachdenken oder zum Schmunzeln brachten…

DBU - Bowlingsport

Zunächst standen die Akteure des Deutschen Bohle Kegler Verbandes (DBKV)  im Mittelpunkt. Am Tag nach dem Weltfrauentag änderte Uwe Veltrup die übliche Reihenfolge. Anders als sonst hieß es nicht „Ladies first“, sondern „Trainer zuerst“. Schließlich sorgen sie dafür, dass Talente nicht nur entdeckt, sondern auch qualifiziert trainiert, gecoacht und gefördert werden. Auf allen Ebenen – im Verein, auf der Landesebene und vielleicht sogar auf nationaler oder internationaler Ebene.

Bundestrainer Peter Lorenz ist hierfür das beste Beispiel. In Premnitz, beim TSV Chemie, führt er nicht nur die Männer-Mannschaft regelmäßig auf einen Spitzenplatz der Bowling-Bundesliga, sondern kümmert sich im Bundesstützpunkt, den er im wahrsten Sinne des Wortes ebenfalls kräftig mit „angeschoben“ hat, auch um die aktuellen Nationalspielerinnen und Nationalspieler. Vor allem dann, wenn sie sich auf die World Games, Weltmeisterschaften oder andere internationale Höhepunkte einer Saison vorbereiten.

Trotz der intensiven Arbeit mit Bowlerinnen und Bowlern der Spitzenklasse vergisst er nicht  den Nachwuchs in Brandenburg. Ein junges „Bowlingtalent“ der „Premnitzer Bowlingschule“ war „zufällig“ bei der Gala anwesend. Max Lorenz, „Sohnemann“ von Britta und Peter, überreichte seinem Vater – gemeinsam mit Uwe Oldenburg und DKB- sowie DBU-Bundeslehrwart Alfred Sowicki, der den „fußkranken“ DBU-Präsidenten Dieter Rechenberg vertrat, den Ehrenpreis.

Wie gut Peter Lorenz die Technik des Bowlingsports vermitteln kann, wurde übrigens auch deutlich, als Uwe Veltrup Lorenz junior nach seiner persönlichen Bestleistung fragte. Die Antwort des Nachwuchsbowlers aus dem Hause Lorenz sorgte für Raunen und Staunen im schön dekorierten Festsaal: „268 Pins“…

Nicht unwahrscheinlich, dass Max Lorenz einmal auf einem ähnlich hohen Niveau spielen wird, wie der Bowlingsportler des Jahres 2017: Tobias Börding fing ebenfalls früh an und kam ganz groß heraus. Mit elf Jahren stand sein Name bei den Münchner Meisterschaften des Jahres 2003 erstmals in einer Rangliste. Vierzehn Jahre später wurde der Name „Tobias Börding“ gleich bei zwei Siegerehrungen international bedeutender Turniere aufgerufen: Sowohl bei den World Games in Wroczlaw als auch bei der Bowling-Weltmeisterschaft gewann der Top-Bowler mit Bodenhaftung im deutschen Nationaltrikot jeweils die Bronze-Medaille im Einzel.

Darüber hinaus – und das ist im Mutterland des Bowlingsports ein bedeutender Titel – wurde der ebenso junge wie erfolgreiche Bowler, der seit Beginn der Saison 17/18 für den  mehrfachen Deutschen Meister Finale Kassel in der Bundesliga bowlt, zum „Most Improved Player“ der PBA gewählt.

„Ich habe mein Bestes gegeben“ – „Wir müssen uns nun auf das nächste Spiel fokussieren“ – bekannte Antworten auf wenig einfallsreiche und bekannte Fragen bekannter Sportreporter... Die Bowlingsportlerin des Jahres muss hingegen keine Rücklagen für irgendwelche „Phrasenschweine“ bilden. Birgit Pöppler ist eine meinungsfreudige und selbstbewusste Frau mit Ecken und Kanten. Diese Charaktermerkmale – verbunden mit Talent und Ehrgeiz – trugen dazu bei, dass sie seit Jahren zur internationalen Spitze zählt. Bei den World Games sorgte sie mit einem perfekten Spiel – der achte offizielle 300er ihrer Karriere – für Aufsehen und gute Stimmung im deutschen Team. Außerdem gewann sie bei Profi-Turnieren in den USA mit Jason Sterner den PWBA-Titel, erreichte das Finale der PWBA-Tour und belegte Platz zwei bei den Orlando Open.

DBKV – Bohle-Kegelsport

Danach nahm Jürgen Ketelhake als DBKV-Präsident den Platz von Alfred Sowicki ein. Der oberste Bohle-Kegelsport-Funktionär zeigte sich sehr beeindruckt vom Engagement und der Kompetenz von Lothar Richter. Der Trainer des Jahres kann seit 2004 nicht mehr aktiv für seinen SV Lok Blankenburg an den Start gehen. Aber der Vater einer Tochter und Großvater einer Enkeltochter ist als Talentspäher und Jugendtrainer für seinen Verein sehr wichtig und erfolgreich. Der 70-jährige aus dem östlichen Harz hängte seine Kegelsportschuhe nicht an den Nagel, sondern zieht sie noch regelmäßig an, wenn er den Mädchen und Jungen sein Kegelsport-Wissen vermittelt.

Aus dem Brandenburger „Talentschuppen“ haben bereits Nachwuchshoffnungen wie etwa Leon und Lucy Lindner die Jugend-Nationalmannschaft verstärkt. Wichtig für den sportbegeisterten Rentner ist nicht nur die Vermittlung der Kegelsporttechnik, sondern auch das Vorleben von Werten: „Auf und neben den Kegelbahnen gilt es, niemals aufzugeben und immer das Bestmögliche anzustreben.“

„Das Bestmögliche anstreben“ – diese Zielsetzung hat Dennis Krol bei der Deutschen Meisterschaft in Bremen realisiert. Jürgen Ketelhake erläuterte, dass Dennis Krol ein kluger Kopf sei, der auf und neben den Bohle-Kegelbahnen immer die richtigen Prioritäten setze. So seien ihm seine Frau und drei Töchter noch wichtiger als die beiden Hinter- und Vorderdamen auf den Bohle-Kegelbahnen im Norden der Republik und beschrieb seine Einstellung wie folgt: „Beim Kegelsport will ich selbstverständlich erfolgreich sein. Aber das ist nicht alles. Wir sind eine große Kegelsportfamilie, es geht also auch um Harmonie und das Miteinander.“

Im Bremer Trikot nutzte der „Störtebeker“ – so heißt sein Kegelsportklub – den Heimvorteil bei den nationalen Titelkämpfen und stand bei der Siegerehrung im Männer-Einzel ganz oben auf dem Podium. Bronzemedaillen holte er sich im Mixed-Doppel mit seiner Partnerin Silke Steitz ab. Und auch im Herren-Tandem mit seinem Kegelsportfreund Nils Stehmeier landete er auf Platz drei.

Über Karin Beck hätte Jürgen Ketelhake als Frontmann des niedersächsischen Keglerverbandes eine mehrstündige Laudatio halten können, da die 52-jährige Vorzeige-Kegelsportlerin aus Peine den Ehrenpreis nicht nur für ihre Erfolge im vergangenen Jahr, sondern wohl auch für ihr „kegelsportliches Lebenswerk“ erhielt. „Nicht nur für Einsätze in der niedersächsischen Landesauswahl oder in der deutschen Bohle-Kegelsport-Nationalmannschaft, nicht nur für Titel und Medaillen, sondern auch für ihr vorbildliches Auftreten neben den Kegelbahnen“, wie Jürgen Ketelhake unterstrich. Große kegelsportliche Ziele hat die verlässliche Anstarterin nicht mehr, da sie das Ende bereits während der Rückfahrt vom Länderspiel in Kopenhagen ankündigte. Aber vielleicht kommt ja noch „ein unmoralisches Angebot“ – so lautet jedenfalls der Titel ihres Lieblingsfilms… Vielleicht und hoffentlich wird die Kegelsport-Könnerin künftig ihre Freundin Gabi Beckmann, die im vergangenen Jahr übrigens als Bohle-Kegelsport-Trainerin des Jahres ausgezeichnet wurde, bei der Jugendarbeit in Peine unterstützen.

DSKB – Schere-Kegelsport

Nach der „Halbzeitpause“ der Ehrung, nach dem Dessert, nahmen Uwe Oldenburg und Uwe Veltrup ihre Plätze wieder ein. Zu ihnen gesellte sich DSKB-Präsident Erich Schröder, der Ralph Irle als  großes Vorbild nicht nur für die Jugendlichen seines Vereins, sondern für alle Kegelsportler, bezeichnete. „Für uns, für die Entwicklung des Kegelsports, ist es wichtig, wenn erfolgreiche Kegelsportler als Jugendtrainer Kegelsporttalente auf den richtigen Kurs bringen.“

Der Trainer des Jahres im DSKB war bereits sehr früh als Jugendkegler erfolgreich, wie Moderator Uwe Veltrup wusste. Angeblich hatte der Marketingreferent im staubigen Archiv des DKB recherchiert… In der Deutschen Keglerzeitung (DKZ) – der früheren Verbandspublikation des DKB – war der Name „Ralph Irle“ jedenfalls erstmals im Juni 1978 abgedruckt. Damals wurde der gebürtige Dierdorfer Deutscher Vizemeister in der B-Jugend-Altersklasse.

Auf die Frage des DKB-Marketingreferenten, weshalb es damals nicht zum ersten Platz gereicht habe, war der humorvolle Nachwuchstrainer der TG Friesen Klafeld-Geisweid gut vorbereitet, zückte ein Foto der damaligen Siegerehrung aus der Innentasche seines Sakkos und meinte zu Uwe Veltrup: „Weil Du damals ein paar Pinne mehr auf dem Zettel  stehen hattest…“ Nicht nur die beiden Protagonisten mussten schmunzeln – auch wegen der damals noch vollen und längeren Haare sowie relativ kurzen Hosen… Sowohl der DSKB-Trainer des Jahres als auch der Moderator betonten unisono, dass sie in all den Jahren, in denen die Haare weniger wurden, immer wieder Kontakt hatten und die zahlreichen Kegelsportfreundschaften, die sie in nunmehr vierzig Jahren geschlossen und gepflegt haben, einfach „umwerfend“ wertvoll seien.

Ralph Irle, der mit den A-Jugendlichen seines Vereins den vierten Deutschen Meistertitel in Folge anstrebt, beantworte abschließend die Frage nach seiner Motivation für sein Engagement als Jugendtrainer: „Ich habe so viele Glücksmomente auf der Kegelbahn erlebt, ich habe gemeinsam mit meinem Vorbild Joe Hennes beim SKC 67 Paffrath in einer Mannschaft kegeln und viel lernen dürfen. Ich möchte einfach etwas zurück geben.“

SKC Paffrath war auch einer der Vereine des Schere-Kegelsportler des Jahres: André Laukmann trug aber in der vergangenen Saison Trikots der Montan Holten-Duisburg sowie der Nationalmannschaft. Im Dress mit dem Bundesadler verteidigte er erneut den Einzeltitel bei der Weltmeisterschaft.

DSKB-Präsident Erich Schröder erinnerte André Laukmann aber noch an einen Titel, den er noch nicht gewonnen habe und der 31-jährige Kegel-Crack meinte in seiner für ihn typischen, lockeren Art: „Vielleicht klappt es ja in diesem Jahr mit dem Einzeltitel bei der „Deutschen“ in Düsseldorf…“

Moderator Uwe Veltrup stellte heraus, dass André Laukmann im vergangenen Jahr auch bei der Classic-Kegelsport-Weltmeisterschaft in Dettenheim sein kegelsportliches Können auf „ungewohntem Belag“ unter Beweis stellte: „André hat sich die 120 Würfe im Ersatzteam für Montenegro mit seinem Holten-Duisburger Teamgefährten Benjamin Schmitz geteilt und überzeugte in seiner Halbzeit mit einem Ergebnis von 311 Kegeln.“

Auch beim Vierbahnen-Turnier in Wolfsburg zeigte der gebürtige Siegburger einmal mehr, dass Kegeln sein Sport ist und er sich nun auch mit einem neuen Ernährungsplan und Idealgewicht auf die Deutsche Meisterschaft im Mai vorbereitet. Vielleicht gelingt es dem Rheinländer, der mit Kegelbahn-Pflege und Kegelbahn-Reparaturen sein Geld verdient, auf den erstklassigen Schere-Kegelbahnen seinen Rekord von 38 Neunen in Serie zu verbessern. Dann könnte es mit dem ersten nationalen Einzeltitel für den dreifachen Weltmeister klappen…

Wie wichtig eine gute Ernährung, richtige Produkte für die Regeneration und viele andere Faktoren für eine Leistungssportlerin sind, weiß auch Yvonne Ruch. Die Schere-Kegelsportlerin des Jahres 2017 musste bei der WM 2015 wegen einer Muskelverletzung im Oberschenkel auf das WM-Finale, für das sie sich zuvor souverän qualifiziert hatte, verzichten. Seitdem hat sie in ihrem Leben und auch in der Vorbereitung auf Wettkämpfe einiges umgestellt. Mit Erfolg, wie nicht nur der Gewinn des WM-Titels beweist. Erich Schröder ergänzte, dass die schnelle Polizeibeamtin – Yvonne Ruch arbeitet bei der Autobahnpolizei in Mittelhessen – seit Jahren in der Einzel-Wertung der Bundesliga ganz vorne zu finden sei.

Auch die alleinerziehende Mutter eines Sohnes wird sich künftig um den Kegelsportnachwuchs kümmern. Einen Trainer-Lehrgang hat sie bereits absolviert - selbstverständlich mit Erfolg.

Der Erfolg auf den Kegelbahnen zeichnete sich übrigens auch bereits in jungen Jahren ab. Als ihr Vater sonntags mit Freunden in seiner damaligen Stammkneipe Bier trank, schickte er seine kleine Tochter mit ausreichend 1-DM-Stücken auf die Kegelbahn, damit sie dort ungestört  „in die Vollen“ gehen und den Münzautomaten „füttern“ konnte. Das brachte Marketingreferent Uwe Veltrup auf eine Idee: „Vielleicht sollten wir im DKB versuchen, die Bällebäder, in denen heute Kinder in Möbelhäusern betreut und bespaßt werden, durch kindgerechte Kegel- oder Bowlingbahnen ersetzen…“

DKBC – Classic-Kegelsport

Nach der letzten „Auswechslung“ – DBKC-Präsident Jürgen Franke ersetzte seinen DSKB-Kollegen Erich Schröder – stand zunächst die Trainerin eines Zweitligisten aus Kaiserslautern im Fokus. Hinzugefügt werden muss an dieser Stelle jedoch, dass Margit Welker diese Aufgabe wesentlich erfolgreicher bewältigt als ihre männlichen Kollegen des ruhmreichen Fußball-Zweitligisten 1. FC Kaiserslautern. Die Trainerin der Zweitliga-Kegelsportlerinnen der TSG Kaiserslautern sitzt bereits seit 1996 auf der „Trainerbank“ hinter den jungen Talenten aus Kaiserslautern, zu denen auch ihre Töchter zählten und zählen.

Darüber hinaus ist sie deutlich mehr als nur „Kugelputzerin“, wenn sie hinter den Nationalspielerinnen der U18 und U23 sitzt, um zu coachen und dabei offensichtlich die richtigen Worte findet.  „Margit Welker strahlt hinter und neben den Classic-Kegelbahnen Ehrlichkeit aus. Sie ist authentisch“, wie auch Jürgen Franke betonte. Er ergänzte: „Und konsequent, wenn es darum geht, den Nachwuchstalenten zu vermitteln, auf dem richtigen Erfolgsweg zu bleiben.“

Auf die Frage, warum Kegeln für sie ein umwerfender Sport sei, antwortete die frühere Postbeamtin, die bei der Post-Sportgemeinschaft Kaiserslautern ihre ersten Kegelschritte machte: „Da ich als Trainern im Kegelsport in der Regel mehrere Altersklassen trainiere, habe ich die Möglichkeit eine Kegelsportlerin oder einen Kegelsportler kontinuierlich und langfristig zu begleiten. Von den ersten Anlaufübungen ohne Kugel bis zum Einsatz auf der internationalen Bühne.“

Auf dieser internationalen Bühne ist der Name des Classic-Kegelsportler des Jahres längst ein bekannter Name: Matthias Weber hat in den Trikots seines Vereins Rot-Weiß Zerbst und auch im Nationaltrikot bereits viele Titel gewonnen. Der gebürtige Oberpfälzer hat die ersten Würfe unter der Anleitung seines Vaters gemacht  und verriet in diesem Zusammenhang eines seiner Erfolgsgeheimnisse: „Trainer sollten immer auch die individuellen Eigenheiten sehen und den Bewegungsablauf optimieren statt grundlegende Änderungen vornehmen zu wollen.“

Mit dieser Formel hat es Matthias Weber in den Club der 700er geschafft. Seine persönliche Bestleistung beträgt 708 Kegel. Die Verbesserung dieser weberschen Bestmarke ist aber nicht sein größtes Ziel: „Ich will unbedingt noch eine Einzel-Medaille bei einer Weltmeisterschaft. Und meine Karriere in der Nationalmannschaft beende ich erst, nachdem  wir Mannschafts-Weltmeister geworden sind…“

Für diesen unbedingten Siegeswillen ist auch das Vorbild von Matthias Weber bekannt: Der ehemalige Nationalwart Oliver Kahn… Vielleicht liegt es auch an dieser Charaktereigenschaft von „Matze“, wie ihn seine Freunde rufen, dass er selbst beim Bowling „den Bogen raus hat“ und ein Top-Level erreicht. Bei der Eröffnung eines Bowlingcenters sorgte er jedenfalls ´mal eben für den ersten Bahnrekord…

Last but not least: Die Wahl der Classic-Kegelsportlerin des Jahres war für die Expertinnen und Experten keine Überraschung: Saskia Seitz war bei der WM vor ihrer Haustür die herausragende Spielerin in einer überragenden Mannschaft. Keine Zuschauerin, kein Zuschauer, die beziehungsweise der beim Sudden Victory in der ausverkauften Dettenheimer Sporthalle dabei war, wird vergessen, dass die Lokalmatadorin mit 25 Kegeln in drei Würfen den Titelgewinn vor den euphorisierten Fans gemeinsam mit ihrer Teamgefährtin Daniela Kicker klar machte.

Ihr Vater, DKBC-Sportdirektor und Vorsitzender des KV Liedolsheim in Personalunion, Harald Seitz, wird darüber hinaus nicht vergessen, wie er wenige Wochen vor der WM erfuhr, dass er Großvater werden würde: Mit einem Ultraschallbild und sehr persönlichen Worten „informierte“ Saskia ihren Vater und Vereinstrainer, dass er die Saisonplanung „modifizieren“ müsse… Im Dezember kam Söhnchen Jonah zur Welt. Und alle, die sowohl in Biologie aufgepasst haben als auch die Grundrechenarten beherrschen, wissen nun, weshalb Saskia in den entscheidenden Momenten des WM-Finales vor den tosenden und tobenden Fans so stark war: Im Eishockey würde man von „Überzahl-Spiel“ sprechen…

Nach der Gala ist vor der Gala…

Simone Eggebrecht, die als Leiterin der DKB-Geschäftsstelle die Gala des Bowling- und Kegelsports von der Deko bis zur Menüwahl organisierte, hat bereits die zehnte Auflage im Visier und ist sich dabei mit Uwe Oldenburg und den anderen Mitgliedern des DKB-Präsidiums einig: „Nach der neunten Gala 2018 wird es wohl im nächsten Jahr „Alle Zehne“ heißen… Die Gala stärkt das Wir-Gefühl im DKB. Es ist immer wieder interessant, wie schnell die Gäste der Gala nach der Ehrung die Plätze und Gesprächspartner tauschen. Bohle-Kegelsportler interessieren sich für die Trainingsmethoden im Bowlingsport, Classic- und Schere-Kegelsportler schildern jeweils die Atmosphäre bei ihren jeweiligen Weltmeisterschaften. Diese vielfältigen Gesprächsthemen und unterschiedlichen Gesprächspartner über die Grenzen des eigenen Disziplinverbandes hinaus machen den besonderen Charme dieser Gala aus. Schön, dass sich diese Gala des Bowling- und Kegelsports mittlerweile etabliert hat.“

 

Disziplinverband Sportlerin des Jahres Sportler des Jahres Trainer/in des Jahres
Deutscher Bohle Kegler Verband Karin Beck
Dennis Krol
Lothar Richter
Deutsche Bowling Union Birgit Pöppler
Tobias Börding Peter Lorenz
Deutscher Keglerbund Classic Saskia Seitz
Matthias Weber
Margit Welker
Deutscher Schere Keglerbund Yvonne Ruch
André Laukmann
Ralph Irle

 

v.l.n.r.: DKB-Präsident Uwe Oldenburg, Yvonne Ruch, André Laukmann, Ralph Irle und DSKB-Präsident Erich Schröder

Carsten Schinke
DSKB-Pressewart